Woody Holzkohle

Produkttest Woody Holzkohle

Für mein Big Green Egg bin ich immer auf der Suche nach einer sehr guten Holzkohle, welche zu einem eine große Stückelung hat und zum anderen eine lange Brenndauer besitzt. Ersteres ist entscheidend für jeden Keramikgrill, denn mit der Stückelung steht und fällt die Luftzufuhr und somit der Airflow im ganzen Grill. Wenn man hier eine Kohle hat, welche zu Kleinteilig ist und zudem noch eine Menge Asche erzeugt, dann hat man beim Einregeln des Grills schon verloren.

Des Weiteren ist mir persönlich auch wichtig das die Kohle nicht um die halbe Welt geschifft werden muss, oder wie die meisten Kohlen aus den USA aus Tropenholz bestehen.

Im Spätsommer habe ich auf dem BBQ Stammtisch in München Kresimir Sommer von der Maras Sommer GmbH kennen gelernt, welche unter dem Markennamen Expertholzkohle Grillkohle und Briketts vertreiben. Er hat mir in der kurzen Zeit sehr viel über die Herstellung der Kohle erzählt – eine Wissenschaft für sich kann ich euch sagen.

Das Frauenhofer Institut hat verschieden Kohlenmarken getestet und hierbei kam heraus das durch das Retortenofenverfahren, welches Maras Sommer benutzt, die Feinstaubmenge in der Woody erheblich reduziert wird, im Vergleich zu herkömmlicher Holzkohle um 82%. Zusätzlich wird hierdurch die Zahl der Gase von 60 auf 6 reduziert. 

Nachzulesen ist dies in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Mit diesen ganzen Informationen ging es nun ran ans Testen.

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Woody Titelbild

Die Woody Holzkohle

Zum Start erstmal die Verkaufsverpackung, kein Hochglanz, kein Schnickschnack, konzentriert aufs wesentliche, genau mein Stil. Die Kleckereien auf der Verpackung hab ich verschuldet, da ich die Kohle hinter meinem Grill lagere und das ab und an als Ablage für meine Grillroste benutze.

 

Die Stückelung

Ich habe mir nun die Holzkohle nun mal genauer angeschaut und zuerst mal den Blick auf die das zuerst ersichtliche gerichtet, der Stückelung. 

Im linken Bild ein Blick ins Innere, direkt nach dem öffnen des Sacks. Ich habe dann mal meine beiden BGE befüllt und eine repräsentative Anzahl aus den ersten 50% des Sackes herausgesucht, zum Größenvergleich habe ich ein Feuerzeug daneben gelegt.

 

Anzünden des Grills

Wie oben schon erwähnt ist die Stückelung ausschlaggebend für den Airflow, hier haben wir schon mal Sicherheit. Beim Befüllen des Grills werden die Reste der Kohlen von der Asche befreit, entweder so wie ich mit Handschuhen, oder man kauft sich einen Aschekorb fürs BGE. Hier der Link zur Produktvorstellung der FireBowl von Marcel von BBQlicate.

Die Restkohle wird nach hinten geschoben, die neue Kohle kommt nach vorne, dies hat den Grund, da die gebrauchte Kohle schneller abbrennt, im hinteren Teil des Grills aber bauartbedingt ein bisschen weniger Luft wie vorne ankommt.

Auf dem Bild ist links die Woddy Holzkohle zu sehen und rechts die restliche Hickory Holzkohle von BGE, welche im übrigen nicht mehr erhätlich ist. Diese Kohle war geschmacklich der Hammer, aber von der Stückelung ein graus, das war auch der Grund wieso ich überhaupt auf die Suche nach Alternativen gegangen bin.

Für den ersten Versuch habe ich zwei Glutnester mit dem Looftlighter gesetzt, absolut spritz- und rauchfrei, Werbeversprechen gehalten, top! Wer schon mal günstige Steakhauskohle aus dem Großmarkt gekauft hat, der weiß was man da so erlebt beim zünden, da hatte ich schon Verbrennungen am Arm durch wegspritzende Glutstücke. Auch der Geruch war nicht immer „Kohlentypisch“.

Grillsetup

Ein Feuer sollte man ja nie ungenutzt lassen, deshalb gleich mal das BGE Large mit dem 50/50 Setup eingesetzt und 15 Minuten später ein schönes Steak aufgelegt. 

Glühende Kohle Woody

Brenndauer

Die Kohlen werden bei mir hauptsächlich fürs indirekte Grillen bei Long Jobs im Bereich von 110-120 Grad, sowie fürs schmoren bei rund 200 Grad verwendet. Beides habe ich mehrfach gemacht und der Kohlenverbrauch war durchschnittlich bis besser als bei den bisherigen Marken. Gerade bei der typischen Steakhauskohle aus dem Großmarkt hat man da immer wieder starke Schwankungen, hier wird deutlich das die Hersteller am Ausgangsmaterial sparen.

Fazit

Nach rund 4 Wochen habe ich den Sack so gut wie aufgebraucht, wie üblich wird auch hier die Stückelung/ Bruch ganz am Ende kleiner, ist jedoch absolut im Rahmen und eher weniger als an meinen letzten Säcken anderer Marken. 

Was mich absolut überrascht hat war die geringe Menge an Asche, welche am Ende über bleibt, da hatte ich bei den bisher benutzten Kohlen von BGE und Monolith wesentlich mehr.

Wie so oft stellt sich heraus das man bessere Kohlen bekommt, wenn man ein wenig tiefer in die Tasche greift, den hier passt die Preis-/ Leistung und man kann sich aufgrund gleichbleibender Qualität auch besser auf die Kohlen und der spezifische Eigenheiten einstellen. Dies reduziert den Stress bei grillen ungemein und es bleibt mehr Zeit sich ums Essen zu kümmern. Das hat sich bereits beim Test der Briketts rausgestellt.

Tipp

Holzkohle sollte trocken gelagert und zudem immer flach liegend, dies vermindert den Druck auf die Kohlen im Sack und somit weniger kleinen Bruch der Kohlenstücke. 

 

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